Anthroposophie

„Bei der Erziehung muss man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein.” (Friedrich Fröbel, 1782-1852)

Die anthroposophische Menschenkunde stellt nicht das Kulturideal eines einzelnen Volkes oder einer einzelnen Religion in den Mittelpunkt, sondern den individuellen Menschen selbst. Sie fokussiert sich weniger auf das abrufbare Wissen des Schülers, sondern fördert den Willen des Schülers, den Stoff zu beherrschen. Wissen und Erkenntnis werden dabei nicht gleichgesetzt: Erkenntnis kann nur aus der Verbindung von Wissen und Erfahrung entstehen.

Die Pädagogik auf Basis der Anthroposophie Rudolf Steiners und der Waldorflehrplan bilden die Grundlage unserer Arbeit. Wir legen daher großen Wert auf eine anthroposophisch-fundierte pädagogische Ausbildung der Lehrer und ermöglichen ihnen, in regelmäßigen Abständen an entsprechenden Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen.

Ebenso wie der Lebensweg Rudolf Steiners dokumentiert auch das Gebäude unserer Schule steten Wandel. Von ihrer Gründung als Mittelpunktschule über die Verwendung als Haupt- und Förderschule bis hin zur Nutzung als anthroposophische Einrichtung – jede Veränderung war aufgrund wechselnder Bedingungen notwendig und von der Bevölkerung getragen. Die Schule selbst symbolisiert damit den enormen Wandel, auf den wir unsere Kinder vorbereiten wollen. Aus unserer Sicht kann die anthroposophische Pädagogik dem jungen Menschen so viel Willen und Bewusstsein vermitteln, dass er mit Bedacht und Festigkeit spätere Krisen meistern kann, die unweigerlich auf ihn zukommen werden.

Wandel erscheint nicht immer leicht und wird nicht nur positiv aufgenommen, führt aber doch zumeist zur Entwicklung von etwas Besserem – etwas Besonderem. Dieses Vertrauen in unsere eigene Gestaltungskraft und die Fähigkeit, Wichtiges und Gutes leisten zu können, möchten wir unseren Schülern, den Lehrern und auch den Eltern immer wieder mit auf den Weg geben.

Die Freie Veytalschule Satzvey wird unterstützt von: