Finanzen

Die Freie Veytalschule Satzvey ist eine "Ersatzschule", die eine öffentliche Schule „ersetzt“. Sie entlastet Land und Kommune damit in finanzieller Hinsicht. Eine Ersatzschule wird in freier Trägerschaft geführt und muss mit Konzept, Lehrplan, Schulgebäude, Lehrkräften und Haushaltsplan von der oberen Schulaufsicht genehmigt werden. Sie unterliegt den amtlichen Schulvorschriften und wird von der Bezirksregierung jährlich geprüft. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit höchstens 87 % an den Kosten, die sich am Leistungsumfang einer öffentlichen Schule orientieren.



Für den verbleibenden Fehlbetrag von 13 % muss der Schulträger aufkommen. Kosten, die über die anerkannten Schulbetriebskosten hinausgehen, müssen zu 100 % von der Schule übernommen werden. Hierzu zählen Kosten für besondere Bemühungen im Rahmen der Pädagogik Rudolf Steiners, insbesondere die Ausbildung und Weiterbildung der Lehrer/innen und die Beschäftigung von Lehrern in Fächern, die an der staatlichen Schule nicht angeboten werden. Zusätzlich fallen hierunter Kosten für die künstlerischen und kulturellen Bereiche des Schullebens wie Eurythmiebegleitung, Klassenspiele, Monatsfeiern, Klassen- und Schulorchester, aber auch Schulmöbel, Einrichtung der Fachräume und Geräte, ein großer Teil der schulischen Verwaltungskosten sowie Mitgliedsbeiträge an Verbände.



Um für unsere Kinder dieses "Мehr" an Zuwendungen gewährleisten zu können, bejahen wir die Erhebung von Elternbeiträgen im Interesse unserer Kinder. Dabei schließen wir jedoch kein Kind aufgrund der Einkommensverhältnisse der Eltern vom Besuch unserer Schule aus. In einem Finanzgespräch geben wir allen Eltern die Möglichkeit, ihren eigenen finanziellen Beitrag entsprechend einem Richtbeitrag einzuschätzen. Ein Einkommensnachweis ist dabei nicht erforderlich, da wir den individuellen Beitrag nach dem Prinzip der Solidargemeinschaft frei festlegen. Wir empfinden dieses Prinzip, das in vielen Waldorfschulen und anderen anthroposophischen Einrichtungen praktiziert wird, als etwas Wunderbares und in einer Sozialgemeinschaft Heilendes.



„Heilsam ist nur, wenn

Im Spiegel der Menschenseele

Sich bildet die ganze Gemeinschaft
Und in der Gemeinschaft
Lebet der Einzelseele Kraft.”


(Rudolf Steiner)




Dieses Zitat Steiners bezieht sich auf die Wechselbeziehung zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft. Heilsam ist es, wenn zwischen den beiden Seiten ein Gleichgewicht besteht – nach dem Motto „Alle für einen – einer für alle“. Wenn sich die Schulgemeinschaft und jedes einzelne Elternhaus diesen Anspruch zu Herzen nimmt, wird sich das Prinzip der Solidargemeinschaft als ausgesprochen lebensvoll erweisen. Denn es stellt einen viel höheren Anspruch an die Eltern als der Blick auf eine Beitragsordnung, die sich am Bruttoverdient ausrichtet. In einer solchen Solidargemeinschaft kann ein Gemeinschaftsgeist entstehen, der auf Dauer trägt. Er wirkt nicht nur auf die Schule als Ganzes, sondern auch auf jeden einzelnen Schüler heilend zurück. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl kann jeder wahrnehmen, der eine anthroposophisch-geprägte Schule betritt.

Gerne klären wir in einem persönlichen Gespräch Ihre Fragen.

Die Freie Veytalschule Satzvey wird unterstützt von: